Simbabwe

Simbabwe grenzt als reiner Binnenstaat an Südafrika, Botswana, Sambia und Mosambik. Simbabwe ist eines der schönsten und vielfältigsten Safari- und Reiseziele im südlichen Afrika. Das Land ist mit fruchtbarer Erde, Mineralienreichtum, fabelhaften Landschaften und einem großen Tierreichtum gesegnet und eines der besten Safarigebiete der Welt. Die donnernden Viktoria Fälle sind vielleicht das, wofür das Land am besten bekannt ist aber mit acht Nationalparks zur Auswahl gibt es auch viele unvergessliche Naturerlebnisse.

Top 5 Sehenswürdigkeiten

Die Viktoria Fälle, welche die Grenze zwischen Simbabwe und Sambia bilden, sind eine der ikonischsten Sehenswürdigkeiten Afrikas und eines der sieben Naturwunder der Welt. Die enormen Wassermassen und das unglaublich laute Rauschen werden Ihnen garantiert den Atem rauben. Zum Höhepunkt der Regenzeit kann man Gischtwolken bereits aus meilenweiter Entfernung sehen. Die Fälle wurden 1851 von dem schottischen Missionar David Livingstone entdeckt und nach der britischen Königin Victoria benannt. Der Kololo-Stamm, der in den 1800er Jahren in diesem Gebiet lebte, beschrieb ihn als „Mosi-oa-Tunya“ – „Der Rauch, der donnert“. In moderneren Begriffen sind die Viktoria Fälle als der größte Vorhang aus fallendem Wasser auf der Welt bekannt. Die simbabwische Seite der Fälle hat die meisten Aussichtspunkte und hat den Vorteil, dass das Wasser das ganze Jahr über fließt. Während die Fälle selbst einfach atemberaubend sind, gibt es eine Fülle von Aktivitäten, mit denen Sie das Beste aus Ihrer Zeit hier machen können.

Der Hwange Nationalpark ist mit seinen 14.650 km² der größte Nationalpark Simbabwes und eines der wichtigsten Naturschutzgebiete im südlichen Afrika. Offene Ebenen mit Kalahari Sand wechseln ab mit dichten Mopane Wäldern und Akazien-Büschen. Dank der vielen Dämme und Wasserlöcher sind immer wieder hervorragende Tierbeobachtungen möglich. Besonders bekannt und ist der Hwange Nationalpark für seine riesige, etwa 35.000 Tiere zählende Elefantenpopulation. Darüber hinaus beheimatet der Park eine große Konzentration weiterer Wildtiere wie Löwen, Leoparden, Geparden, Nashörner, Büffel, Impala-, Kudu-, Rappen- und Elenantilopen, Wasserböcke, Zebras und Giraffen. Mehr als 420 Vogelarten wurden in dem Tierparadies bereits entdeckt.

Matakataka Safaris Zimbabwe Mana Pools
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Der Mana Pools Nationalpark liegt am südlichen Ufer des Sambesi Flusses, welcher die Grenze zu Sambia darstellt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses liegt das Gebirge des Great African Rift Valley und der Lower Zambezi Nationalpark in Sambia. Mana Pools ist Lebensraum für eine Reihe von Tierarten und vor allem bekannt für seine riesigen Elefantenbullen, die sich durchaus öfters mal auf ihre Hinterbeine stellen, um an die Samen der gigantischen Ana-Bäume zu kommen. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Büffeln, Wasserböcken, Impalas, Leoparden, Löwen, Flusspferden, Krokodilen sowie etwa 350 Vogelspezies. Mit etwas Glück kann man sogar ein Rudel Wildhunde sehen.

Wer in Simbabwe unterwegs ist, sollte sich unbedingt auch die Ruinen von „Groß-Simbabwe“ ansehen. Einst die Hauptstadt des untergegangenen Munhumutapa-Reiches, hatte „Groß-Simbabwe“ in seiner Blütephase vom 11. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts bis zu 18.000 Einwohner. Der Ort wurde von den Monarchen Simbabwes als königlicher Palast genutzt und war das politische Machtzentrum. Heute sind es mit 722 Hektar die größten Ruinen in Afrika südlich der Sahara und seit 1986 gehören sie zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Es gibt täglich geführte Touren durch die Ruinen mit integriertem Museum und archäologischen Ausgrabungen. Hier können Elfenbeinwerkzeug, Gold, Keramik und Schnitzerarbeiten bestaunt werden.

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Simbabwes Chimanimani Nationalpark liegt im östlichen Hochland und grenzt an Mosambik.

Belohnt wird man hier von einer abwechslungsreichen Landschaft mit vielen kleinen Höhlen, Gebirgsbächen und dem Monte Binga, der mit einer Höhe von über 2.000 Metern der höchste Punkt innerhalb des Nationalparks ist. Auch wenn der Park nur über eine Basis-Ausstattung verfügt, machen die atemberaubende Schönheit und die unberührte Umgebung des Chimanimani Gebirges diesen Ort zu einem beliebten Ziel zum Wandern, Bergsteigen, Campen und zur Vogelbeobachtung. Die Bridal Veil Falls sind ein beliebter Ort zum Wandern und befinden sich in der Nähe des Chirundu Forest, Afrikas südlichster tropischer Regenwald.

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Allgemeine Informationen

Währung: Simbabwe Dollar (ZWL)

2019 wurde die Wiedereinführung des Simbabwe Dollars durch die Regierung bekannt gegeben. Sie löst nun die Ära nach Jahren ohne eigene Währung und dem USD als alleiniges Zahlungsmittel nach der Hyperinflation von 2009 ab. Die Auswirkungen auf internationale Reisende sind dadurch sehr gering. Eine harte Währung wie der US-Dollar ist in Simbabwe weiterhin sehr willkommen.

In allen größeren Orten sind Bankautomaten (ATM) vorhanden, an denen man mit internationalen Kreditkarten (Visa bevorzugt, teils auch Master Card) Bargeld beziehen kann, vereinzelt ist auch die Geldabhebung mit Bankkarten möglich. Ihre Giro-/Bankkarte (EC-Karte) muss mit dem Maestro Zeichen versehen sein und über einen Chip verfügen, damit sie weltweit eingesetzt werden kann. Die bargeldlose Bezahlung mit Kreditkarte (hauptsächlich Visa) ist in größeren Städten in Hotels, Restaurants und Supermärkten möglich, Giro-/Bankkarten werden kaum für direkte Zahlungen akzeptiert. Visagebühren können bei Einreise in USD bezahlt werden, ebenso die Eintrittsgelder z.B. für die Viktoria Fälle.

Geldwechsel in einer Wechselstube ist zwar möglich, wird jedoch nicht empfohlen, da es oft ein komplizierter und langwieriger Prozess ist.

Bitte informieren Sie vor Abreise unbedingt Ihre Bank über die geplante Reise, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Bankkarte problemlos in Afrika verwenden können.

Den aktuellen Wechselkurs finden Sie hier

Sprachen: In Simbabwe gelten 16 offizielle Sprachen: Chewa, Chibarwe, Englisch, Kalanga, Koisan, Nambya, Ndau, Ndebele, Shangani, Shona, Gebärdensprache, Sotho, Tonga, Tswana, Venda und Xhosa

Einreisebestimmungen: Für Deutsche, Österreicher und Schweizer besteht eine Visumspflicht. Dieses wird bei der Einreise sowohl an den Landesgrenzen sowie auch an den Flughäfen erteilt. Die Gebühren für die Ausstellung eines für die Einreise gültigen Touristenvisums (Single Entry) betragen zurzeit 30 USD, für eine zweifache Einreise (Double Entry) fallen Visagebühren in Höhe von 45 USD an. Die Gebühren für das Visum sind bei Einreise bar in US-Dollar zu entrichten. Wechselgeld ist meist nicht vorhanden. Nach Erhalt des Visums sollte umgehend geprüft werden, ob das Visum korrekt erteilt wurde. Für die Einreise benötigen Sie einen bei Ausreise noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass mit mindestens zwei freien Seiten.

Mehr Infos und Bestimmungen für Reisen mit Minderjährigen finden Sie beim beim Auswärtigen Amt.

Unabhängigkeit: 18. April 1980 von Großbritannien

Religion: 93% Christen, 1,3% Muslim oder anderen Glauben, 5,7% haben keinen Glauben

Souvenirs: Stoffe, Keramik, geflochtene Körbe, Masken, Bronzefiguren

Landwirtschaft: Baumwolle, Tabak, Kaffee, Erdnüsse, Früchte, Mais, Weizen

Industrie: Bergbau (Kohle, Gold, Platinum, Kupfer, Nickel), Stahl, Chemikalien, Dünger

Beste Reisezeit: Simbabwe kann man das ganze Jahr über bereisen. Es herrscht subtropisches bis tropisches Klima. Man unterscheidet zwischen 3 Jahreszeiten: eine Regenzeit von November bis März (90% der jährlichen Niederschläge), eine kühle Trockenzeit von Mai bis August und eine warme Trockenzeit von August bis Oktober. Die Sommer (November bis März) sind teils sehr schwül und heiß (bis über 35°C, vor allem im Westen und Sambesi Tal), die Winter angenehm warm (25°C).

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