Namibia

Namibia liegt an der Westküste Afrikas und ist eines der faszinierendsten Länder Afrikas. Es ist dünn besiedelt und bietet einzigartige geologische Formationen, karge Wüsten, ungewöhnliche Pflanzen- und Tierwelt und eine interessante Geschichte. Es wird im Norden von Angola und im Osten von Botswana und Südafrika begrenzt. Das Land ist in vier verschiedene geografische Regionen unterteilt: Die Namib-Wüste, ein Gebiet von etwa 70 Meilen Breite, das sich entlang der gesamten Küste erstreckt; das bergige Zentralplateau erstreckt sich über das halbe Land; die tief liegenden nordost- und südöstlichen halbtrockenen Kalahari-Wüstengebiete; und der nördliche Bereich, jenseits der Etosha-Pfanne, die mit Busch bewachsen ist.

Top 5 Sehenswürdigkeiten

Etosha
Etosha National Park

Der 1907 gegründete Etosha Nationalpark ist der bedeutendste Park in Namibia und zählt mit seiner Größe von fast 23.000 km² zu den größten Nationalparks in Afrika. Er umfasst die 5.000 km² große Etosha-Salzpfanne, welche ein Überbleibsel eines ehemaligen Sees ist. Seine Anziehungskraft beruht nicht nur auf der Vielfalt der hier heimischen Tierarten, sondern auch auf seiner einzigartigen Landschaft. Die weite, weiße Landschaft mit den schimmernden Luftspiegelungen über den Salzpfannen und den vielfältigen Bäumen und Büschen unterscheiden ihn von anderen Parks in Afrika. Die zahlreichen, großen Tierherden sind während des größten Teils des Jahres auf die Wasserstellen angewiesen – ideale Bedingungen also zum Beobachten und Fotografieren der Tiere. Nur während der Regenzeit finden die Tiere auch abseits der Wasserlöcher ausreichend zu trinken, was die Tierbeobachtung in dieser Zeit, auch aufgrund der üppigeren Vegetation, etwas einschränkt. Ein Highlight in der Regenzeit sind jedoch die Millionen von Flamingos, die sich zum Brüten in der Etosha-Pfanne ansammeln. Der Etosha Nationalpark beheimatet 114 verschiedene Säugetierarten – unter Ihnen Gnus, Zebras, Hyänen, Löwen, Geparden und Leoparden. Außerdem findet man hier auch das seltene Spitzmaulnashorn sowie Schwarznasen-Impalas. Der Park bietet auch etwa 300 Vogelarten – inklusive des europäischen Bienenfressers – und verschiedene Arten von Wattvögeln eine Heimat.

Der Ehrfurcht gebietende Fish River Canyon ist der zweitgrößte Canyon der Welt nach dem Grand Canyon in den USA. Der Fish River Canyon entstand vor mehr als 500 Millionen Jahren und misst heute eine Länge von ca. 160 km, ist an der breitesten Stelle 27 km breit und an der tiefsten knapp 550 m tief. Die außergewöhnliche Flora und Fauna des Canyons kann sehr gut auf verschiedenen Wanderungen erkundet werden. Verschiedene Säugetierarten, darunter Klippspringer, Bergzebras und Kudus locken auch Raubtiere wie Leoparden, Schakale, Schabracken-Hyänen und Löffelhunde an. Eine Besonderheit sind auch die heißen Quellen von Ai-Ais ganz im Süden des Canyons.

Fish River Canyon
Namib Naukluft
MS-NA-180

Der Namib Naukluft Park wurde 1979 aus den vier Regionen Namib, Naukluft, Sesriem/Sossusvlei und Sandwich Harbour gegründet und ist mit einer Gesamtfläche von rund 50.000 km² Namibias größtes Naturschutzgebiet. Bemerkenswert ist, auf welche Art und Weise sich Pflanzen und Tiere, wie Schlangen, Geckos, Gemsböcke und Schakale an das Leben in einer eigentlich äußerst lebensfeindlichen Umgebung angepasst haben.

Die Namib Wüste ist die älteste Wüste der Welt und erstreckt sich weit über die Grenzen des Namib Naukluft Parks hinaus. Über 2.500 km reicht sie von Angola über Namibia bis nach Südafrika, immer entlang des Atlantiks. Ein Hinweis dafür, dass es sich um die älteste Wüste der Welt handelt, sind die oxidierten Eisenionen, welche sich im Sand befinden und diesen orange färben. Die Dünen werden bis zu 300 m hoch und nehmen ständig neue Formen an.

Das Naukluft- Gebirge bildet die östliche Grenze des Namib Naukluft Parks und erreicht eine Höhe von fast 2.000 m. Im Gegensatz zur Namib Wüste, wo die Feuchtigkeit hauptsächlich vom Nebel kommt, regnet es in den Bergen recht viel. Hier kann die Vegetation das ganze Jahr über gedeihen. In der Region des Gebirges sind tiefe Canyons vorhanden, welche besonders Wanderfreunde einladen, diese Gegend zu Fuß zu erkunden.

Sandwich Harbour befindet sich etwa 45 km südlich von Walvis Bay und besteht aus einer 10 km langen Bucht/Lagune, die von Dünen umgeben und von Schilf bewachsen ist. Diese bietet über 200.000 Vögeln einen Lebensraum, darunter Flamingos, Kormorane, Pelikane und andere zahlreiche See- und Wattvögel. Die Bucht kann nur mit einem 4×4 Geländewagen von Walvis Bay erreicht werden.

Damaraland

Das Damaraland liegt im Nordwesten Namibias und ist eines der interessantesten und schönsten Gebiete Namibias. Die Landschaft reicht von weiten Hügellandschaften mit ausgefallen und zerklüfteten Felsformationen, bis hin zu feinsandigen Dünen. Charakteristisch für das Damaraland sind zudem die vielen Trockenflüsse. Die Flora und Fauna hat sich perfekt an diese, mitunter widrigen, klimatischen Gegebenheiten angepasst. So findet man hier zum Beispiel die seltenen Wüstenelefanten, die auf der Suche nach Wasser oft kilometerlange Wanderungen durch die Flussbetten unternehmen. Weitere Attraktionen dieser Region sind Twyfelfontein, das als eine der reichsten Fundstellen von Felsgravierungen in Afrika gilt – einige dieser Arbeiten werden auf das Jahr 3.300 v. Chr. datiert. Auf dunklen, rostroten Sandsteinplatten kann man über 2.000 Felsgravierungen der Buschmänner bewundern. Ebenfalls sehenswert ist der „Versteinerte Wald“, eine Gegend, in der man die versteinerten Reste von ca. 280 Millionen Jahre alten Baumstämmen bewundern kann.

Damaraland (5)
Namibia
MS-BW-288

Die Sambesi Region, früher Caprivi-Streifen, ist ein etwa 400 km schmaler Landstreifen im Nordosten Namibias und ein wahres Tropenparadies in dem sehr trockenen Land – nirgendwo im Land ist es so grün, fruchtbar und üppig wie hier. Es ist zudem die einzige Region, die an gleich vier andere Länder grenzt – Angola, Botswana, Sambia und Simbabwe. Die Region ist dank der Flüsse Okavango, Kwando und Linyanti ein wasser- und folglich auch wildreiches Gebiet. Die dichte Vegetation mit Wäldern und Sümpfen entlang der Flussläufe, aber auch die trockene Buschsavanne im Westen beheimatet eine Vielzahl an Tieren. Besonders die großen Herden von Elefanten sind schon zu einem Wahrzeichen der Sambesi Region geworden. Aber auch mehr als die Hälfte des namibischen Büffelbestandes lebt in der Sambesi Region. Durch das Tierreichtum ist es auch kein Wunder, dass in der gesamten Region gleich mehrere kleinere Wildreservate liegen. So etwa der Bwabwata Nationalpark, der Muduma und Mamili Nationalpark und der Khaudom Nationalpark. Der Chobe Nationalpark grenzt auf botswanischer Seite an die Region. Den Tieren ist eine ungehinderte Wanderung zwischen den einzelnen Reservaten dank der nicht vorhandenen Zäune möglich.

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Fläche (km2)
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Allgemeine Informationen

Währung: Namibia Dollar (NAD)

Der südafrikanische Rand wird im gesamten Land 1:1 als Zahlungsmittel akzeptiert, jedoch gilt dies nicht umgekehrt. In den größeren Städten kann man mit internationalen Kreditkarten (hauptsächlich Visa & Master Card) und Bankkarten an Geldautomaten (ATM) Bargeld beziehen. Ihre Giro-/Bankkarte (EC-Karte) muss mit dem Maestro Zeichen versehen sein und über einen Chip verfügen, damit sie weltweit eingesetzt werden kann. Nicht alle ATMs ermöglichen es, mit der Bankkarte Geld abzuheben, bisher ist es hauptsächlich bei der Standard Bank und der Nedbank möglich, diese Banken sind jedoch in allen größeren Städten vertreten. Die Möglichkeit der direkten Bezahlung mit Kreditkarte ist weitgehend verbreitet, die Bezahlung mit Bankkarte jedoch nicht. In abgelegenen Orten und Safari Camps gibt es oft keine Möglichkeit, mit Karte zu bezahlen. Es empfiehlt sich daher, immer etwas Bargeld dabei zu haben für Notfälle oder wenn Sie in abgelegenen Gebieten etwas kaufen möchten. Auch zum Tanken bietet es sich an, Bargeld dabei zu haben, da noch viele Tankstellen keine Kredit-/Bankkarten akzeptieren.

Geldwechsel in einer Wechselstube ist zwar möglich, wird jedoch nicht empfohlen, da es oft ein komplizierter und langwieriger Prozess ist.

Bitte informieren Sie vor Abreise unbedingt Ihre Bank über die geplante Reise, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Bankkarte problemlos in Afrika verwenden können.

Den aktuellen Wechselkurs finden Sie hier. 

Sprache: Englisch, unter der weißen Bevölkerung wird noch von ca. 32% Deutsch gesprochen

Einreisebestimmungen: Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen für ihre Einreise nach Namibia einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass mit mindestens zwei freien Seiten.

Bei Einreise wird eine gebührenfreie Aufenthaltsgenehmigung (Visitors Entry Permit) für bis zu 90 Tage gewährt. Es empfiehlt sich, bei der Einreise zu kontrollieren, ob das Permit für die gewünschte Aufenthaltsdauer erteilt und in den Pass gestempelt wurde.

Mehr Infos und Bestimmungen für Reisen mit Minderjährigen finden Sie beim beim Auswärtigen Amt.

Unabhängigkeit: 21. März 1990 von Südafrika

Religion: Geschätzte 80-90% sind Christen, die restlichen 10-20% haben andere und traditionelle Glauben

Souvenirs:  Holzschnitzereien, Körbe, Tontöpfe, Schmuck, Diamanten und Halbedelsteine

Landwirtschaft: Mais, Sorghum Hirse, Hirse, Bohnen und Erdnüsse

Wirtschaft: Bergbau (Diamanten, Uran, Gold), Fischerei und Landwirtschaft

Beste Reisezeit: Mit über 300 Sonnentagen im Jahr ist Namibia ein Ganzjahres-Reiseziel mit angenehm warmen Temperaturen. Im Inland erreichen die Temperaturen im Winter (April – September/Oktober) tagsüber etwa 25 Grad; nachts kühlt es meist sehr stark ab, in manchen Gegenden werden auch Minusgrade gemessen. Im Sommer (November – April) steigen die Temperaturen am Tag auf Werte über 30 Grad; nachts sinken sie in der Regel auf etwa 20 Grad. In diesen Monaten ist auch mit Regen zu rechnen. Der Winter ist die trockenste Jahreszeit und für Tierbeobachtungen hervorragend geeignet. Da im Sommer während der Regenzeit viele Jungtiere geboren werden, sind aber auch zu dieser Zeit schöne Tierbeobachtungen möglich.

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